Die 50 besten Stompboxen aller Zeiten

Schon seit Jahren gehören Stompboxen zum Standard-Equipment jedes Gitarristen – und zurecht, können sie doch Sounds formen und unverwechselbar machen. Aber welche sind die 50 besten Stompboxes aller Zeiten? Hier könnt ihr es nachlesen!

Gitarristen klammern sich gerne an alte Zeiten. Der Beweis liegt vor ihnen auf dem Boden: Sehr wahrscheinlich haben sie nämlich einige Effektpedale aus den 60ern oder 70ern vor sich. Die echten Freaks sammeln eine riesige Masse von diesen Dingern und kombinieren sie in Pedalboards, damit sie dann zwischen verschiedenen Old School-Sounds wechseln können. Obwohl es immer mehr Möglichkeiten gibt, diese Sounds bequem digital zu speichern und abzurufen, bekommen Gitarristen immer noch weiche Knie, wenn sie eine analoge Stompbox entdecken.

Das simple und intuitive Design einer (normalen) Stompbox ist dabei der Schlüssel, denn es ist einfach und sehr spaßig, tonales Chaos durch die Kombination mehrer Geräte zu kreieren. Angefangen mit dem Maestro Fuzz-Tone von 1963 ist die Stompbox-Familie mittlerweile massiv gewachsen, sodass man heutzutage alte, neue, Vintage-Style-, und Reissued-Pedale nebeneinander sieht.

Wir wollen hier den Klassikern Tribut zollen und präsentieren 50 revolutionäre Pedale. Jede Stompbox hat einen eigenen Sound, mit dem sie maßgeblich den damaligen Klang beeinflusst hat, wurde von Stars gespielt und hat sich in berühmten Songs und Alben verewigt.

Diese Liste war keine einfache Aufgabe, und wir wissen auch, dass es Boutique-Pedale gibt, die irgendwo in Garagen zusammengeschraubt werden und von den Nutzern hochgelobt werden. Wir haben uns aber auf weltweit bekannte Modelle. Viel Spaß beim Stöbern!

ADA Flanger (erschienen in 1977)

ADA Flanger, 1977. (Foto: guitarplayer.com)Mit dem 35:1-Sweep-Ratio (mehr als doppelt so viel wie das des MXR Auto Flanger oder Tycobrahe Pedalflanger) konnte der ADA ein Audiosignal schneller bis zum Horizont sweepen, als man „spannungskontrollierter Clock-Oszillator“ sagen kann. Wenn es um extreme Flange-Effekte geht, ist diese Stompbox noch immer ungeschlagen.

Arbiter Fuzz Face (1966)

Arbiter Fuzz Face, 1966. (Foto: guitarplayer.com)Man muss schon unter einem Felsen gelebt haben, um noch niemals etwas über das Fuzz Face gehört zu haben – oder den linkshändigen Strat-Spieler, der es berühmt gemacht hat. Es ist die beste Nutzung (mit dem besten Sound) von zwei Transistoren, vier Widerständen und drei Kondensatoren in der Geschichte der Menschheit.

Bixonic Expandora (1995)

Bixonic Expandora, 1995. (Foto: guitarplayer.com)Veröffentlicht während der Hochzeit des 90er-Jahre-Stompbox-Boom war der Expandora aufgrund seiner Fuzz-Sounds und der Möglichkeit, ihn für den Gebrauch neben Distortion oder Overdrive-Pedalen zu optimieren, beliebt. Billy Gibbons‘ Live-Auftritte mit mehreren Expandoras (wovon die meisten gar nicht angeschlossen waren) taten ihr Übriges, um das Pedal zu einem Hit zu machen.

Boss CE-1 Chorus Ensemble (1976)

Boss CE-1 Chorus Ensemble, 1976. (Foto: guitarplayer.com)Mit seinem satten analogen Sound wurde der Boss CE-1 zur Referenz in Sachen Chorus-Klängen. Mit dem dualen Footswitch (Chorus/Vibrato und Bypass), Input-Level-Switch, der Intensität und Depth- und Speed-Reglern war das CE-1 außerdem auch eine extrem vielseitige Stompbox für die Zeit.

Boss DM-2 Delay (1981)

Boss DM-2 Delay, 1981. (Foto: guitarplayer.com)Der DM-2 wurde zum Experten für relativ kurze Delay-Zeiten (33-330ms) und war aufgrund seines tape-ähnlichen Sounds sehr beliebt. Echo und Repeat Rate ließen sich ebenso einstellen wie die Intensity. Interessante Töne brachte die Stompbox auch zustande, wenn man nur den Intensity-Regler aufdrehte – für alle, die das noch nicht gemacht haben, ein wirklich nützlicher Tipp.

Boss DD-3 Digital Delay (1986)

Boss DD-3 Digital Delay, 1986. (Foto: guitarplayer.com)Dieser ultra-beliebte Delay-Effekt gab dem geneigten Stompbox-Nutzer wesentlich größere klangliche Flexibilität als analoge Geräte. Der DD-3 war sehr klar, ruhig und auch aufgrund seiner 800 Millisekunden Delay-Time ein Verkaufsschlager. Features waren unter anderem der duale Output und eine nützliche Hold-Funktion, mit dem das Delay-Signal unendlich lange wiederholt werden konnte und so interessante Klangexperimente ermöglichte.

Boss DS-1 Distortion (1979)

Boss DS-1 Distortion, 1979. (Foto: guitarplayer.com)Der allseits bekannte und geliebte DS-1 überzeugt mit einem warmen Growl, der schon fast nach „Röhre“ klingt, und einem tollen Punch im Sound. Wenn man nur eine einzige Distortion-Box besitzen könnte (was für eine Horrorvorstellung) – mit dem DS-1 könnte man nichts falsch machen.

Boss MT-2 Metal Zone (1991)

Boss MT-2 Metal Zone, 1991. (Foto: guitarplayer.com)Mit dem MT-2 Metal-Zone hat man alles, was man für kratzige Leads und moderne Metal-Sounds braucht: Ein aggressives Gain und ein kraftvoller Equalizer zum Einstellen macht diese kleine Stompbox zum großen Sounderzeuger.

Colorsound Overdriver (1972)

Colorsound Overdriver, 1972. (Foto: guitarplayer.com)Diese in England gefertigte Overdrive-Stompbox kommt mit Drive-, Treble- und Bass-Reglern daher und ist perfekt dafür geeignet, selbst cleanen und warmen Verstärkern richtig dreckige Sounds zu entlocken. Wenn ihr uns nicht glaubt, müsst ihr euch nur Jeff Beck anhören.

Demeter Tremulator (1982)

Demeter Tremulator, 1982. (Foto: guitarplayer.com)Um sanfte Tremolos ohne Lautstärkeminderungen oder ungewollte Klangverfärbung zu erzeugen, braucht der sehr kompakte Tremulator lediglich Speed- und Depth-Regler. Das Resultat ist ein sanfter, Fender-artiger Puls. Einfach, aber effektiv – so lässt sich diese Stompbox beschreiben.

 

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