Mit dem CODE 25 begibt sich Marshall in die Welt des Modelings. Wie das Endprodukt klingt und ob es mit den „echten“ Amps mithalten kann, lest ihr im Marshall CODE 25 Test – inklusive Video!

Da war die Überraschung schon recht groß, als Marshall auf der NAMM 2016 den CODE 25 vorführte. Den Kollegen von musikerplus.de wurde der Amp damals vorgestellt, was natürlich Lust auf mehr machte! Jetzt konnten wir uns den Amp mal genauer angucken…

Mit der CODE-Reihe zeigt Marshall sein ganzes Know-How. In den Amps sind viele der beliebten Boxen und Topteile enthalten, die man erwartet (Silver Jubilees, JCMs etc.). Abei bei Marshall ist man auch über seinen Schatten gesprungen, denn es gibt ebenfalls Modelle von anderen Firmen.

Marshall CODE 25 Test – Klassische…

Der optisch übersichtliche und sehr edle Verstärker wird „gekrönt“ vom Bedienungspanel, natürlich alles gehalten in klassischer Marshall-Optik. Die untere Reihe der Regler bietet die übliche Klangregelung – Gain, Bass, Middle, Treble, Volume und Master-Volume ist vorhanden. Dazwischen ist der Preset-Regler, mit dem man (wer hätte es gedacht) die Presets auswählen kann. Welches gerade aktiv ist, sieht man auf dem Display oben drüber.

Marshall CODE 25 Test – …und „moderne“ Bedienung

Marshall CODE 25 Test: Die Schaltzentrale.
Marshall CODE 25 Test: Die Schaltzentrale.

Die obere Reihe kennt man so bisher noch nicht von Marshall. Fangen wir links an. Dort gibt es als erstes die Pre FX-Taste. Mit dieser stellt man die Effekte ein, die vor den Amp geschaltet sind (Distortion, Kompression und so weiter). Danach wird der Amp ausgewählt. Drückt man diese beiden Tasten übrigens gleichzeitig, so ruft man den integrierten Tuner auf.

Wer den Sound modulieren möchte, wird bei der nächsten Taste fündig: hier gibt’s Flanger, Phaser, Chorus. Bei der Auswahl kommt jeder kommt auf seine Kosten. Für Delays und Reverbs gibt es noch einzelne Schalter – diese befinden sich direkt daneben. Mit Power wird dann die Endstufe ausgewählt – hier stehen verschiedene Röhrenkombinationen zur Auswahl. Ganz am Ende sitzt der Cab-Schalter, mit der man die Box auswählen kann.

Wo wir vorhin den Tuner erwähnten – beim Drücken von Modulation und Delay kann man das Tempo eintappen. Zum Abschluss der Features gibt es noch einen Kopfhörer- und MP3-Player-Anschluss (zum Mitjammen der Lieblingssongs), einen Anschluss für ein Pedal und last but not least einen USB-Anschluss. Mit diesem kann man die Firmware updaten oder aber auch Presets austauschen. Von diesen sind satte 100 Stück vorhanden.

Marshall CODE 25 Test – Und wie klingt’s?

Im oben verlinkten Video haben wir verschiedene Sounds zusammengestellt. Dabei ist die Auswahl nur ein ganz, ganz kleiner Einblick in die vielfältigen Einstellungen, die möglich sind. Wie ihr sehen und hören könnt, klingen die digitalen Modelle der Heads, Boxen und Effekte alle wirklich super.

Das Experimentieren mit verschiedenen Kombinationen macht so richtig Spaß!

Marshall CODE 25 Test – App…und Direct Out

Marshall CODE 25 Test: Aufgeräumte und edle Optik.
Marshall CODE 25 Test: Aufgeräumte und edle Optik.

Will man übrigens die ganzen Einstellungen nicht am Amp einstellen und sich durch die Menüs drehen und drücken – muss man das auch nicht! Marshall liefert die kostenlose Gateway-App mit (für Android und iOS). So kann man die Einstellungen per Smartphone durchführen.

Die App ist dabei sehr übersichtlich gestaltet, und durch die Mischung von Dropdown-Menüs und den nachempfundenen Reglern geschieht die Auswahl sehr komfortabel und einfach. Wie die Bedienung so ist – auch das seht ihr im Video!

Sehr cool ist auch der Kopfhörerausgang. Wieso? Weil er auch als Direct Out funktioniert. Das ist sehr bequem und sinnvoll für Recording-Maßnahmen. Und wie gut das klingt, auch davon könnt ihr euch im Video überzeugen! Wir können uns auf jeden Fall gut vorstellen, dass man dieses Feature mehr als nur einmal nutzt.

Marshall CODE 25 Test – Fazit

Experiment gemacht – Experiment gelungen! Uns gefällt der Marshall CODE 25 richtig gut. Und das nicht nur wegen des Konzepts, das überaus gelungen ist, sondern auch wegen der vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Die Anzahl der integrierten Geräte ist bei solchen Unternehmungen ja immer wichtig – aber der Sound ist mindestens genauso wichtig. Und dass der überzeugt, das hört man ja im Video! Das alles zu einem sehr, sehr, fairen Preis-/Leistungsverhältnis!

Der Marshall CODE 25 ist natürlich nicht das einzige Modell in der Serie – es gibt auch ein 50W-Modell (ebenfalls eine Combo, aber mit 12″ Lautsprecher) und zwei 100W-Modelle (eine 2×12″-Combo und ein Topteil mit 4×12″-Box).