Zu der Zeit, in der AC/DC ihr ‚Stiff Upper Lip‘-Album veröffentlichten, schnappte sich Angus Young seine Gibson SG und nahm sich Zeit für eine Video Workshop.

Angus Young erzählt, wie er und sein Bruder Malcolm mit dem Gitarrenspiel anfingen, warum er lieber eine Gibson SG statt einer Les Paul spielt und wie er „kleine Akkorde“ entwickelte, da er mit seinen kleinen Händen keine weiten Griffe spielen konnte: „eine Les Paul kann bei kleinen Menschen, wie ich einer bin, zu Hüftschäden führen“, fügt er augenzwinkernd hinzu.

Angus Young Video Workshop – Einfach zu klein!

Dann zeigt Angus Young seine besten Chuck-Berry-Riffs, gefolgt von Riffs, die durch Größen wie Freddie King, Jimi Hendrix und John Lee Hooker inspiriert wurden.

Angus Young erklärt in diesem Workshop auch seine Art des Saitenziehens: „Gitarristen, die eine normale Größe haben, ziehen einfach die Saiten. Ich muss mich dagegen richtig hineinknien. Leute, die mich auf der Bühne sehen, glauben, ich würde da rumhampeln. Dabei versuche ich nur, ums Griffbrett herumzukommen.“

Angus Young Video Workshop – Effektpedal? Braucht Angus nicht!

Ab ca. 7:02 zeigt er, wie er Effekte ohne Pedale erzeugt. So redet er über den Song „Jailbreak“ und dem kleinen Break darin und demonstriert die ganzen „Geräusche“, die er fabriziert. Das ist sicherlich für viele Gitarristen interessant, denn es zeigt, dass man auch ohne eine Armada von Effektpedalen coole und übliche Sounds aus einer Gitarre kriegt.

Später im Video geht er dann noch darauf ein, wie er versucht, das Publikum miteinzubeziehen und zu „aktivieren“, bevor er sich dann „Stiff Upper Lip“ widmet. Dort bezieht er auch noch einmal Chuck Berry mit ein und zeigt, dass der Blues bei AC/DC wirklich ein ganz großer (und, wenn man genau hinhört, sehr offensichtlicher) Einfluss ist.

Das ganze Video ist wirklich sehenswert und zeigt Angus Young von einer Seite, die man sonst nicht unbedingt von ihm kennt. Auch interessant ist direkt der Anfang des Videos mit der erwähnten Problematik „kleiner“ Leute an der Gitarre – da haben wir vorher so noch nie dran gedacht, auch wenn natürlich der Gitarrenkomfort generell sehr wichtig ist, egal wie groß oder klein man ist.